Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich beim Prager Stadtteil Josefstadt, um das ehemalige jüdische Viertel der Stadt. Vom 13. bis hinein ins 18. Jahrhundert lebten die Juden Prags in diesem Stadtbezirk. Je nach vorherrschender Stimmungslage wurden die Prager Juden entweder toleriert oder verachtet und erst 1848 durften sie endgültig außerhalb der Grenzen ihres Ghettos wohnen. Erst nach dieser Zeit verkam Josefstadt zu einem Armenviertel mit schlechten hygienischen Verhältnissen. Im Rahmen von umfangreichen Sanierungsmaßnahmen, mit denen man versuchte sich den schlechten Verhältnissen entgegen zu stellen, wurden große Teile des jüdischen Viertels abgerissen. Heute findet man in Josefov neben vereinzelten Gebäuden aus dieser Zeit, prächtige Jugendstilhäuser und eine der nobelsten Einkaufsstraßen Prags, die Pariser Straße.
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